Früh übt sich - Blaskapelle Virnsberg
Früh übt sich
VIRNSBERG (28.05.2015) -

Ihr erstes Probendebüt haben die Jungmusiker am vergangenen Mittwoch sehr gut gemeistert. Wie in jeder Probe saßen die alteingesessenen Musiker in Registern zusammen, nur waren dieses Mal noch einige Stühle in allen Registern frei, auf denen die Nachwuchsbläser Platz fanden.

Neues Lied lernen - und zwar ohne Noten

Anders als sonst eröffnete diese Probe nicht der Dirigent Ernst Berendes mit der Ansage des ersten Stückes, sondern unser 2. Vorstand und WIM-Beauftragte Ludwig Rödel. Er stellte den Dirigenten sowie 1. Vorstand Erwin Weißfloch vor und leitete die kleine Vorstellungsrunde ein, in der die Kinder ihren Namen und das Instrument, das sie lernen, nannten. Damit war das erste Eis gebrochen und Ludwig übergab die Leitung in die Hände von Ernst.

Dieser eröffnete dem gespannten Trupp, dass alle zusammen ein Lied einstudieren würden. Auf diese Ansage reagierten die Musiker der Blaskapelle recht gelassen, während man überwiegend in große Kinderaugen schauen konnte, denn immerhin stehen die meisten der Musikschüler noch am Anfang ihres Instrumentalunterrichts und "mal eben schnell" ein Stück einstudieren und dann auch noch zusammen mit ca. 40 Leuten, das ist schon nicht ganz ohne. Die Gelassenheit der Routiniers änderte sich allerdings, als Ernst bekannt gab, dass das neue Stück ganz ohne Noten einstudiert wird, denn das sorgte auch beim ein oder anderen "alten Hasen" für große Augen. Eine kleine Herausforderung also für alle. Aber machbar, denn immerhin handelte es sich beim ausgewählten Stück um das recht einfache und bekannte Kinderlied "Bruder Jakob".

Abschnittsweise teilte Ernst jeweils pro Register die zu spielenden Noten und Rhythmen mit und so wurde Schritt für Schritt das Lied "draufgeschafft". Zwischendrin versicherten sich die Jungmusiker hin und wieder bei ihren Sitznachbarn, ob der Griff für die Note so richtig ist oder auch mal ganz allgemein "Wo simmern etz eigentlich?". Am Ende war es sogar möglich, das Lied auch als Kanon sowie je nach Anzeige des Dirigenten laut oder leise bzw. mal schneller, mal langsamer zu spielen. Ein wirklich schöner erster Einstieg in das gemeinsame Musizieren.

Querflöten-Solo

Als zweiter Teil der Probe haben die Querflöten zusammen mit ihrer Querflötenlehrerin Sophie Beck zwei Stücke einstudiert, die die beiden Mädels vor versammelter Mannschaft vortrugen. Für diesen Auftritt gab es selbstverständlich anerkennende Worte und Applaus.

Und an der Stelle springt ihr dann vom Kopf in den Kopf...

Nun war der etwas passivere Teil für die Nachwuchsspieler dran, denn es wurden Noten aus dem gängigen Reportoire der Virnsberger auf die Notenständer gelegt und wie in einer normalen Probe durchgespielt. Einige Takte wurden - wie in einer normalen Probe auch- von den wachsamen Ohren des Dirigenten auf den Prüfstand gestellt und zumindest solange geprobt, bis es zumindest hieß "Ja, naja, basst scho". So ergaben sich zahlreiche detailliertere Proben einzelner Abschnitte durch einzelne Register. An dieser Stelle konnten sich zum Teil schon einige Jungmusiker einbringen. Aufmerksamkeit und Köpfchen waren also auch in dem etwas passiveren Teil gefragt, im wahrsten Sinne des Wortes "Köpfchen" vor allem dann, als es darum ging, was es mit einem "Kopf" in Musiknoten auf sich hat.

Kleine Belohnung am Ende der Primäre

Zum Abschluss der besonderen Probe hat Ludwig noch einen kleinen Snack organisiert, der aus einigen Leckereien der Metzgerei Volkert sowie einer selbstgemachten Erdbeercreme bestand.

Wir freuen uns auf weitere zukünftige Proben zusammen mit dem WIM-Nachwuchs und hoffen, dass die erste Probenerfahrung mit einer Blaskapelle etwas Ansporn für weitere fleißige Übungseinheiten zuhause ist.


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