Jahreshauptversammlung NBMB - Kreisverband Ansbach - Blaskapelle Virnsberg
Jahreshauptversammlung NBMB - Kreisverband Ansbach
VIRNSBERG (01.04.2014) -

Musikalisch wurde die Versammlung vom ausrichtenden Verein, den Heilsbronnern Musikanten, eröffnet. Der 1. Kreisvorsitzende des Kreisverbands Ansbach Markus Häßlein begrüßte im Anschluss alle Vertreter der anwesenden Vereine. Das Interesse an der Kreisversammlung war, wie auch schon in den vergangenen Jahren, eher gering, da nicht einmal ein Drittel der 36 Verbandsvereine vertreten war. In seinem Bericht stellte Häßlein die Tätigkeiten und Veranstaltungen des vergangenen Jahrs kurz vor. Neben den zahlreichen Mitgliederehrungen im Kreisverband erinnerte er an das Kreismusikfest in Wildenholz und das Musikantentreffen in Großenried. Auch die zukünftige negative Entwicklung der Mitgliederzahlen aufgrund des demographischen Wandels war Thema im Kreisverband seit der letzten Versammlung. Markus Häßlein berichtete in diesem Zusammenhang über einen Flashmob der Marching -Band des TSV Lauf in Nürnberg, der mit dieser Aktion auf Blasmusik aufmerksam machte, mit dem Ziel, dem Mitgliederproblem entgegen zu wirken. Weiterhin gab er einen kurzen Ausblick auf das aktuelle Jahr. 2014: Das Bezirksorchester Mittelfranken feiert sein 25-jähriges Jubiläum, welches mit zwei Konzerten am 19.April in Bad Windsheim und am 20. April in Roth begangen wird.

Das Hauptthema im Bericht des Kreisdirigenten Andreas Doßler war die Gewinnung und Ausbildung neuer Mitglieder in den Musikvereinen. Neben einer aktiven Nachwuchsarbeit sei es wichtig, nicht nur die Jugend an sich, sondern auch die Eltern in den Verein mit einzubinden. Doßler stellte das WIM-Projekt ("Wir musizieren") vor. Dabei geht es um die musikalische Ausbildung in der 1. und 2. Klasse der Grundschulen. In diesem Unterricht, der von einer Musikfachkraft gehalten wird, lernen die Schüler Elemente der musikalischen Grundausbildung und die verschiedenen Arten der Musikinstrumente kennen. Ebenso erhalten sie Einblicke in Musikrichtungen wie Klassik oder Blasmusik. Für die Schüler bedeutete laut Doßler der Unterricht keinen zusätzlichen Zeitaufwand, da dieser in den Regelunterricht mit eingebunden wird. Das Projekt gelte damit als Brücke zwischen Schulen und Vereinen und als wertvolle Basis für die Weiterführung in den Bläserklassen an weiterführenden Schulen.
Hinsichtlich der Mitgliedergewinnung in den einzelnen Vereinen sei es zudem auch wichtig, nicht ausschließlich auf Jugendarbeit zu setzen, sondern auch auf erwachsene Neu- und Wiedereinsteiger zuzugehen.

Als weiterer TOP wurde die Gemeinschaft der Bläserjugend im Kreisverband thematisiert. Dabei denke man über die erneute Gründung eines Kreisjugendorchesters nach. Hauptproblem hierbei stellt eine geeignete Terminfindung dar. Nach Meinungsaustausch mit der Versammlung wurde beschlossen, dennoch an der Idee des Kreisjugendorchesters festzuhalten und einen entsprechenden Termin zu finden.

Im Anschluss an den Dirigentenbericht folgte der Kassenbericht des Kreiskassiers Erwin Weißfloch. Hierbei wurden die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen den Aufwendungen im vergangenen Jahr gegenübergestellt, wobei ein positiver Jahresabschluss erzielt werden konnte. Nach seinem Bericht entlastete die Versammlung auf Anraten der Kassenprüfer den Kassier.

Als nächster Punkt stand die Wahl der Vorstandschaft der Bläserjugend auf der Tagesordnung. Diese konnte jedoch wegen der geringen Teilnehmerzahl nicht durchgeführt werden und wurde deshalb auf die nächste Versammlung vertagt. Die Kreisvorstandschaft diskutierte zusammen mit den Anwesenden die Möglichkeiten, um neue Interessenten für die Vorstandschaft der Bläserjugend zu gewinnen. Man einigte sich, dass in Zukunft Projekte in Form von Arbeitskreisen realisiert werden sollten. Dadurch soll vor allem eine Entlastung der Vorstandschaft durch die Verteilung auf mehrere Schultern erzielt werden, Ideen und Vorschläge könnten zudem ebenfalls gezielt eingebracht werden. Im Rahmen des Tagesordnungspunkts „Interessantes aus dem Musikbund“ stellte ein Vertreter der Stadtkapelle Schillingsfürst ein Projekt des Vereins vor. Ziel ist das gemeinsame Musizieren der Bläserjugend mit benachbarten Vereinen. Neben dem gemeinsamen Musizieren können soziale Kontakte über die eigenen Vereinsgrenzen hinaus ausgebaut werden. Das Vorhaben fand bei der Kreisvorstandschaft auf Anhieb Anklang, so dass man auch über eine Ausweitung auf Kreisebene nachdenkt. Nach gemeinsamen zunächst kleineren, lokalen Proben könnte dann beispielsweise ein Konzert im Rahmen der Jugendkulturtage Ansbach erfolgen.
Ebenfalls wurde der Termin für das Kreismusikfest 2015 bekannt gegeben, welches im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Musikvereins Neunstetten vom 10.-12. Juli 2015 stattfinden wird.

Nachdem keine Anträge im Vorfeld bei der Vorstandschaft eingegangen waren und auch seitens der Versammlung keine sonstigen Themen geäußert wurden, bedankte sich der 1. Vorsitzende des KV Ansbach nochmals beim Ausrichter, den Heilsbronnern Musikanten, sowie allen anwesenden Vertretern der Vereine und schloss die Versammlung.


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